Boston Butt Cut für Pulled Pork – Schweineschulter für Smoker und Low & Slow

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Pulled Pork aus Boston Butt – Fleischkunde, Smoker-Rezept & Zeitplan

Pulled Pork ist weniger ein kompliziertes Rezept als ein Spiel aus passendem Teilstück, niedriger Temperatur und Zeit. Unser Boston Butt ist dafür gemacht: groß, kräftig und mit genau der Struktur, die nach vielen Stunden weich und saftig wird.

Passendes Fleisch: Boston Butt Cut – Pulled Pork.

Fleischkunde: Was ist Boston Butt?

Der Name führt gern in die Irre: Boston Butt hat nichts mit dem Hinterteil des Schweins zu tun. Im US-amerikanischen Zuschnitt gehört er zur oberen Schulter. Je nach Zerlegesystem überschneidet sich die Vorstellung mit Schulter- und Nackenbereich, ist aber nicht einfach nur ein beliebiger Nackenbraten.

Schulterfleisch enthält mehr Bindegewebe als ein kurzbratgeeigneter Cut. Genau das ist beim Pulled Pork erwünscht: Beim langen Garen wird die Struktur zunehmend weich und das Fleisch lässt sich später zupfen.

Rezept: Pulled Pork aus Boston Butt

Zutaten für eine große Runde

  • 1 Boston Butt, ca. 6 kg
  • 3 EL Paprikapulver edelsüß
  • 2 EL grobes Salz
  • 2 EL schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Knoblauchgranulat
  • 1 EL Zwiebelgranulat
  • 250 ml Apfelsaft oder milder Apfelessig-Mix
  • BBQ-Sauce nach Geschmack

1. Würzen

Fleisch trocken tupfen und lose, sehr harte Fettstücke entfernen. Gewürze mischen und rundherum kräftig einarbeiten. Das kann am Vorabend geschehen.

2. Smoker einregeln

Auf etwa 110–120 °C indirekte Hitze bringen. Fleisch auflegen und mehrere Stunden Rauch annehmen lassen.

3. Bark und Plateauphase

Wenn außen eine dunkle, trockene Kruste entstanden ist, kann das Stück bei Bedarf mit etwas Flüssigkeit in Butcher Paper oder einer abgedeckten Schale weitergaren. Eine längere Plateauphase ist normal.

4. Auf Zartheit garen

Weitergaren, bis sich ein Fühler nahezu ohne Widerstand einstechen lässt. Für die typische zupfbare Struktur landet Pulled Pork häufig im Bereich um 90–95 °C Kerntemperatur.

5. Ruhen lassen

Mindestens 45–60 Minuten gut verpackt ruhen lassen. Bei einem 6-kg-Stück lieber großzügige Zeitreserve einplanen.

6. Pullen

Fleisch auseinanderziehen, grobe Fettstücke entfernen und den aufgefangenen Fleischsaft wieder unterheben. Sauce nur nach Geschmack ergänzen.

Unser Landmetzger-Tipp

Plane Pulled Pork nicht auf die Minute. Ein früher fertiges Stück lässt sich gut warmhalten – ein noch festes Stück lässt sich dagegen nicht unter Zeitdruck zart zaubern.

Häufige Frage: Muss Pulled Pork immer in den Smoker?

Nein. Das Grundprinzip funktioniert auch im Backofen oder auf dem Grill mit indirekter Zone. Rauch ist Geschmack – die Zartheit entsteht vor allem durch das lange Garen.

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