Eine Schüssel mit gutem Muskelfleisch sieht hochwertig aus – ist als alleinige Dauerfütterung aber keine vollständige Ernährung. Hunde benötigen ein ausgewogenes Verhältnis verschiedener Nährstoffe, Mineralstoffe, Vitamine und essentieller Fettsäuren.
Muskelfleisch: wichtige Basis, aber nicht die ganze Ration
Muskelfleisch liefert vor allem Protein, Energie und verschiedene Mikronährstoffe. Es deckt aber nicht automatisch den gesamten Bedarf an Calcium, Spurenelementen oder fettlöslichen Vitaminen.
Innereien haben eine andere Funktion
Leber, Niere und andere Innereien sind nährstoffreicher als reines Muskelfleisch. Genau deshalb sollten sie nicht beliebig dosiert werden. „Mehr Innereien“ ist nicht automatisch besser – entscheidend ist die gesamte Rationsberechnung.
Calcium und Phosphor
Eine der klassischen Schwachstellen selbst zusammengestellter Rationen ist das Mineralstoffgleichgewicht. Besonders bei wachsenden Hunden können Fehler deutlich schwerer wiegen als bei ausgewachsenen Tieren.
Warum pauschale Prozentformeln Grenzen haben
Im Internet kursieren viele feste Aufteilungen nach Prozenten. Solche Faustregeln können eine Orientierung geben, berücksichtigen aber Alter, Gewicht, Aktivität, Energiebedarf, Erkrankungen und tatsächliche Nährstoffgehalte der Zutaten nur unvollständig.
Woran Du einen guten Plan erkennst
Er ist auf den einzelnen Hund abgestimmt.
Er berücksichtigt Energie- und Nährstoffbedarf.
Er enthält nicht nur Muskelfleisch.
Er erklärt Ergänzungen nachvollziehbar statt pauschal.
Er wird bei Veränderungen von Gewicht, Aktivität oder Gesundheit angepasst.
Wann Ernährungsberatung besonders wichtig ist
Bei Welpen, Junghunden im Wachstum, trächtigen oder säugenden Hündinnen und bei Hunden mit chronischen Erkrankungen sollte eine selbst zusammengestellte Ration nicht nach Internet-Faustformel erfolgen.
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