Pulled Beef vom Smoker – saftig gezupfter Rindernacken

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Pulled Beef vom Smoker – mit Rindernacken richtig saftig

Pulled Beef ist die kräftige Rindfleisch-Alternative zu Pulled Pork. Besonders gut eignet sich Rindernacken, weil dieses Stück genügend Struktur und Bindegewebe mitbringt, um beim langen Garen weich und saftig zu werden.

Passendes Fleisch: Pulled Beef – Rindernacken vom Weiderind.

Fleischkunde: Wo sitzt der Rindernacken?

Der Rindernacken liegt im vorderen Bereich des Tieres und gehört anatomisch zum Chuck-/Schulter-Nackenbereich. Diese Muskulatur arbeitet viel und ist deshalb kräftig im Geschmack und reich an Bindegewebe. Genau das macht sie ideal für langes Garen.

Beim Low-&-Slow-Garen wird das Bindegewebe nach und nach weich. Das Fleisch lässt sich am Ende mit wenig Kraft auseinanderziehen – daher der Name „Pulled Beef“.

Rezept: Pulled Beef aus dem Smoker

Zutaten für etwa 6–8 Personen

  • 2–3 kg Rindernacken
  • 2 EL Paprikapulver edelsüß
  • 1 EL grobes Salz
  • 1 EL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Knoblauchgranulat
  • 1 TL Zwiebelgranulat
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • optional 1 TL brauner Zucker
  • 200 ml Rinderfond
  • 2 EL Apfelessig
  • 150 ml BBQ-Sauce

1. Fleisch vorbereiten

Sehr harte Fettstücke und lose Häutchen entfernen, etwas Fett aber stehen lassen. Gewürze vermischen und den Nacken rundherum kräftig würzen.

2. Smoker einregeln

Smoker oder Grill mit indirekter Zone auf etwa 110 bis 120 °C bringen. Rindernacken auflegen und mehrere Stunden ungestört garen. Für Rauch passen zum Beispiel Buche, Hickory oder Obstholz.

3. Plateauphase

Im Bereich um ungefähr 70 °C Kerntemperatur kann die Temperatur längere Zeit kaum steigen. Das ist normal. Wenn Du die Garzeit besser kontrollieren möchtest, kannst Du das Fleisch jetzt mit etwas Rinderfond in Butcher Paper oder eine gut abgedeckte Schale geben.

4. Auf Zartheit garen

Weitergaren, bis das Fleisch wirklich weich ist. Bei Pulled Beef liegt die Kerntemperatur häufig irgendwo im Bereich um 90 bis 95 °C, aber die Zahl allein entscheidet nicht. Ein Fühler sollte sehr leicht ins Fleisch gleiten.

5. Ruhen lassen

Das Fleisch gut eingepackt mindestens 30 bis 60 Minuten ruhen lassen.

6. Pullen und abschmecken

Fleisch mit zwei Gabeln oder behandschuhten Händen auseinanderziehen. Rinderfond, Apfelessig und BBQ-Sauce nach Geschmack unterheben. Nicht zu viel Sauce verwenden – der Fleischgeschmack soll im Vordergrund bleiben.

Unser Landmetzger-Tipp

Plane lieber Zeitreserve ein. Pulled Beef lässt sich nach dem Garen deutlich besser warmhalten als unter Zeitdruck „fertiggrillen“.

Servierideen

Klassisch im Burger Bun mit Krautsalat, aber auch auf Ofenkartoffeln, in Tacos oder zusammen mit Bratkartoffeln.

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